Die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung

Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) beginnt zunächst mit schnupfenartigen Symptomen – die Nase läuft ständig. Im weiteren Verlauf verstopft sie und hinzu kommen Kopf- und Gesichtsschmerzen. Erfolgt die Behandlung einer Sinusitis nicht fachgerecht, besteht das Risiko, dass sie chronisch wird. Doch was beinhaltet die korrekte Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung? Und welche Hausmittel und Medikamente haben sich bewährt?

Mann inhaliert, um Nasennebenhöhlenentzündung zu behandeln

Darum ist die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung wichtig

Zur Nasennebenhöhlenentzündung kommt es, weil Erreger wie Viren oder Bakterien an der Nasennebenhöhlenschleimwand eine Entzündung verursachen. Jeder Mensch – auch Sie – besitzt eine Keilbein-, Siebbein-, Stirn- und Kieferhöhle. Von einer Sinusitis kann einer oder mehrere dieser Hohlräume betroffen sein.

Durch das Eindringen der Krankheitskeime – ein leichteres Spiel haben die Störenfriede oft bei einer Erkältungschwillt die Schleimhaut der Nasennebenhöhle an. Zusätzlich veranlasst das Immunsystem die Produktion von Sekret, damit die Erreger möglichst schnell aus dem Hohlraum geschwemmt werden. Die entstandene Flüssigkeit kann aufgrund der Schleimhautschwellung jedoch nicht mehr richtig abfließen. Die Konsequenz: Der Druck in der Nasennebenhöhle steigt und führt zu Schmerzen.

Die zügige Behandlung der Sinusitis ist ratsam. Denn staut sich das mit Krankheitskeimen durchsetzte Sekret, besteht die Gefahr, dass sich die Erreger vermehren und Entzündungen in benachbarten Regionen wie den Augenhöhlen oder Hirnhäuten auslösen. Zudem kann die Behandlung einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung mitunter einer chronischen vorbeugen. Einem hartnäckigen Festsetzen von Viren, Bakterien und Co. wird entgegengewirkt.

Nasennebenhöhlenentzündung – so erfolgt die Behandlung

In der Regel zielt die Behandlung (also die Gabe von Medikamenten und das Anwenden von Hausmitteln) einer Nasennebenhöhlenentzündung darauf ab, das angestaute Sekret in den Hohlräumen zum Abfließen zu bringen. Erreicht werden kann das beispielsweise durch:

  • Abschwellen der Nasennebenhöhlenschleimhäute
  • Verflüssigung des Sekrets

Es gibt viele Medikamente, Hausmittel und Co., die zum gewünschten Erfolg führen und sich dadurch bei der Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung bewährt haben. Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen Empfehlungen aussprechen. Im Übrigen erhalten Sie in einer Praxis auch auf die Frage: „Was hilft schnell bei einer Nasennebenhöhlenentzündung?“, eine zuverlässige Antwort.

Diese Medikamente kommen bei einer Nasennebenhöhlenentzündung zum Einsatz

Oftmals verschreiben Mediziner als Medikamente gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung Nasensprays und Nasentropfen, die abschwellend wirken. Zudem wird in der Regel auch zu schleimlösenden Präparaten geraten. Diese sind mitunter auf pflanzlicher Basis und wirken zum Beispiel mit Eukalyptus. Gegen den Druckkopfschmerz bei einer Sinusitis können zur Behandlung auch Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Ein Antibiotikum macht nur dann Sinn, wenn die Nasennebenhöhlenentzündung durch Bakterien ausgelöst wurde.

Wenn die gegen die Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzten Medikamente und Hausmittel den Schleim nicht verflüssigen, haben Ärzte unter anderem die Möglichkeit, ein mit Nasentropfen getränktes Stück Watte für zehn Minuten in den mittleren Gang der Nase zu schieben.1 In vielen Fällen schwellen die Schleimhäute ab und der Schleim kann leichter abfließen.

Hat die medikamentöse Behandlung der Sinusitis nach vierzehn Tagen noch nicht angeschlagen, besteht für Ärzte die Option einer Punktion1 Dabei wird durch die Nasenwand mit einer Nadel eine wässrige — meist antibiotikahaltige — Lösung in die Nasennebenhöhle befördert, um diese auszuspülen. Meist erfolgt dieser Vorgang ohne eine Betäubung.

Eine weitere – nicht auf Medikamenten basierende – Maßnahme zur Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung ist die sogenannte „Beck-Bohrung“. Auf Höhe der Augenbraue erfolgt eine Bohrung (unter Betäubung) in die Stirnhöhle. Anschließend kommt es zur Absaugung des angestauten Sekrets. Denken Sie jedoch nicht als Erstes an diese – doch recht drastische – Therapiemöglichkeit, wenn Sie erkranken. Zur Beck-Bohrung kommt es in den seltensten Fällen.1

Nasennebenhöhlenentzündung: Bewährte Hausmittel

Wenn Sie eine Nasennebenhöhlenentzündung haben und sich fragen, was schnell hilft, können unter Umständen Hausmittel die Antwort sein. Beachten sie jedoch, dass diese nur unterstützend zur ärztlichen Behandlung einer Sinusitis einsetzbar sind. Zudem ist es vor jeder Anwendung eines Hausmittels zur Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung ratsam, Rücksprache mit einem Fachmann zu halten. So können beispielsweise eventuelle Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden.

Unter anderem haben sich die nachfolgenden Hausmittel bei einer Nasennebenhöhlenentzündung bewährt:

  • Viel Trinken: Der Druckkopfschmerz wird durch den festsitzenden Schleim in der Nasennebenhöhle verursacht. Wenn Sie im Krankheitsfall zwei bis drei Liter pro Tag trinken (Tee oder Wasser), tragen Sie dazu bei, dass sich das Sekret leichter verflüssigt und abfließt.1
  • Kopf hochlegen: Was zu einfach klingt, um effektiv zu sein, ist ein Hausmittel, das mitunter bei einer Nasennebenhöhlenentzündung schnell hilft. Denn wenn Betroffene beim Schlafen beziehungsweise Liegen den Kopf (zum Beispiel mit einem großen Kissen) hochlagern, rinnt die angestaute Flüssigkeit aufgrund der Schwerkraft leichter aus den Hohlräumen der Nase.
  • Inhalieren: Das tiefe Einatmen durch die Nase von heißem Dampf zielt darauf ab, die Schleimhäute der Nebenhöhlen zu befeuchten und somit zur Verflüssigung des Sekrets beizutragen.

Eine Möglichkeit, um eine Inhalation als Hausmittel gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung anzuwenden, ist die folgende: Füllen Sie eine Schüssel mit circa einem halben Liter Wasser. Geben Sie dann ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl – geeignet ist beispielsweise Eukalyptus, Kamille oder Salbei – in das Gefäß. Viele Öle wirken beruhigend auf die Schleimhäute. Atmen Sie nun mit einem Tuch über dem Kopf die Dämpfe tief ein, bis Sie das Gefühl haben, dass Ihre Nase freier wird.

Achtung: Beim Inhalieren besteht die Gefahr, dass Sie sich verbrühen. Gehen Sie deshalb besonders vorsichtig vor und brechen Sie die Anwendung sofort ab, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Dampf zu heiß ist.

Auch Homöopathie kann bei einer Nasennebenhöhlenentzündung helfen

Manche Patienten mit einer Nasennebenhöhlenentzündung setzen auf die Homöopathie. Zu den Mitteln, die Anwendung finden, gehören beispielsweise: Hepar sulfuris D6, Hydrastis canadensis D6 oder Luffa operculata D6.2 Lassen Sie sich am besten zum Thema Homöopathie bei einer Nasennebenhöhlenentzündung von einem Fachmann beraten. Möglicherweise hat auch Ihr Hausarzt eine homöopathische Weiterbildung.

1 DEUTSCHER BERUFSVERBAND DER HALS-NASEN-OHRENÄRZTE e. V.: Akute Nasennebenhöhlenentzündung – Behandlung beim HNO-Arzt. URL: https://www.hno-aerzte-im-netz.de/krankheiten/nasennebenhoehlenentzuendung-akute/behandlung-beim-hno-arzt.html (24.05.2018).
2 Wiesenauer, Markus/ Kirschner-Brouns, Suzann: Das große Homöopathie Handbuch. München: GRÄFE UND UNZER VERLAG 2007. S. 42.