Was hilft gegen Erkältung? Unsere besten Tipps

Oh nein, der Kollege niest und die Menschen in der U-Bahn husten durch die Gegend? Jetzt heißt es handeln, um sich nicht selbst anzustecken. Doch was hilft eigentlich gegen Erkältung? Wir geben Tipps und verraten Hausmittel, mit denen Sie einer Erkrankung vorbeugen können.

Frau macht sich Ingwertee als Hausmittel, um einer Erkältung vorzubeugen

Tipp 1: Auf die Hygiene achten

Hygiene ist bei der Vorbeugung einer Erkältung das A und O. Warum? Eine Erkältung wird durch Viren verursacht, die ihren Weg von einer infizierten Person zu einer gesunden finden und sich dort ausbreiten. Es gibt zwei besonders häufige Übertragungswege:

  • Tröpfcheninfektion: Ein Huster hier, ein Nieser da – und schon machen sich die Erreger der kranken Person auf den Weg in Ihren Organismus und können dort eine Erkältung auslösen.
  • Schmierinfektion: Der Griff an die Haltestange im Bus genügt manchmal schon, damit sich die Viren an die Handflächen anheften. Das Problem: Häufig fassen wir uns mit den Fingern unbewusst an Mund, Nase oder Augen. Auf diese Weise gelangen die Erreger auf die Nasen- oder Rachenschleimhaut.

Was hilft in diesem Fall gegen Erkältung? Um eine Schmierinfektion zu vermeiden, ist regelmäßiges Händewaschen essenziell – und zwar in der Erkältungssaison ruhig nach jedem Händeschütteln und jeder Busfahrt. So geht’s richtig: Verwenden Sie ausreichend Wasser und Seife, verreiben Sie diese 20 bis 30 Sekunden in Ihren Händen und zwischen den Fingern.1 Spülen Sie danach alles sorgfältig ab und trocknen Sie die Hände. Achten Sie darauf, dass das Handtuch regelmäßig gewechselt wird.

Desinfektionsmittel ja oder nein – was hilft gegen Erkältung?

Viele Menschen neigen in der Erkältungszeit dazu, sich ständig die Hände zu desinfizieren. Aber bringt das etwas? Es kommt auf die Inhaltsstoffe an. Viele gängige Handdesinfektionsmittel wirken zum Beispiel nicht gegen Rhinoviren, die aber als häufigster Auslöser einer Erkältung gelten. Damit das Produkt diese unschädlich machen kann, muss es viruzid, also virenschädigend sein. Viele Mittel sind jedoch nur begrenzt viruzid. Das bedeutet, dass sie nur gegen sogenannte behüllte Viren wirksam sind, zu denen zwar Grippe-, aber nicht Erkältungsviren zählen. Außerdem: Einige Desinfektionsmittel werben damit, Bakterien zu entfernen. Das bringt uns zur Vorbeugung von Erkältungen allerdings herzlich wenig.

Tipp 2: Was noch gegen Erkältung hilft? Immunsystem stärken

Keine Panik, nur weil eine infizierte Person Sie angehustet hat, muss das nicht bedeuten, dass Sie sich jetzt erkälten. Denn es ist vielmehr ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, die zu einem Ausbruch der Erkrankung führen. Ist das Immunsystem gefestigt, kann es die Viren selbst bekämpfen – ohne dass die Krankheit ausbricht. Um das zu erreichen, empfiehlt es sich, die körpereigene Abwehr vorbeugend zu stärken. Was hilft gegen Erkältung? Zum Beispiel:

  • Ernährung: Ihre Mahlzeiten sollten Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe enthalten – am besten täglich mindestens fünf Portionen Gemüse oder Obst. Trinken Sie zudem ausreichend Wasser und ungesüßten Tee – im Idealfall eineinhalb Liter täglich.
  • Wechselduschen: Die abwechselnd kalten und warmen Waschungen regen das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel an. Dadurch werden die Immunzellen aktiver, sodass sie eingedrungene Viren effektiver abwehren. Eine Erkältung wird dadurch eventuell verhindert.
  • Sport: Einen ähnlichen Effekt bewirkt regelmäßige Bewegung. Am besten eignet sich dafür Ausdauertraining wie Joggen, Walken oder Radfahren.
  • Erholung: Gönnen Sie sich Ruhe und vermeiden Sie Stress. Ein Entspannungsbad mit Zusätzen wie Ölen aus Fichtennadeln, Eukalyptus, Thymian oder Melisse unterstützt Sie dabei. Gönnen Sie sich außerdem ausreichend Schlaf, sieben bis acht Stunden täglich gelten als ideal.1

Eine kombinierte Anwendung der Hausmittel ist ein guter Weg, um einer Erkältung in Zukunft vorzubeugen.

Tipp 3: Mit Hausmitteln die Schleimhäute befeuchten und einer Erkältung vorbeugen

Viren siedeln sich besonders gut auf trockenen Nasenschleimhäuten an, die aufgrund Heizungsluft im Winter, aber auch durch Abgase oder Zigarettenrauch entstehen. Um Ihre Schleimhäute feucht zu halten, bieten sich Luftbefeuchter an, die aber hygienisch gepflegt werden müssen. Wenn Sie einer Erkältung mit Hausmitteln vorbeugen möchten, dann ziehen Sie auch Nasenspülungen, Dampfinhalationen oder spezielle Sprays gegen eine trockene Nasenschleimhaut in Betracht. Fragen Sie Ihren Apotheker nach einem geeigneten Präparat.

Übeltäter Klimaanlage

Was hilft gegen Erkältung – etwa die Klimaanlage auszuschalten? Nicht unbedingt. Denn nicht die Kälte begünstigt die Entstehung einer Erkältung, sondern vielmehr die Tatsache, dass das Gerät die Luftfeuchtigkeit herabsetzt und so die Schleimhäute austrocknet. Außerdem ist eine schlechte Wartung mit unregelmäßig ausgetauschten Filtern ebenfalls schuld an einer Ansammlung von Viren und Bakterien. Unser Tipp: Öffnen Sie mehrmals täglich die Fenster und lüften Sie klimatisierte Räume. So gelangen Viren nach außen.

Übrigens: Alle Hausmittel, mit denen Sie einer Erkältung vorbeugen können, helfen größtenteils auch gegen Grippe (Influenza). Denn diese wird ebenfalls durch Viren – allerdings durch eine andere Art – verursacht, die von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Wenn Sie sich das nächste Mal die Frage „Was hilft gegen Erkältung?“ stellen, dann wissen Sie jetzt die Antwort.

1 DAK-Gesundheit: Erkältung vorbeugen: Experten-Tipps gegen Schnupfen. URL: https://www.dak.de/dak/gesundheit/erkaeltung-vorbeugen-1704452.html (20.06.2018).
2 Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin: Das Immunsystem stärken – gesunde Lebensführung ist Trumpf. URL: https://www.ikkbb.de/gesundheit/gesundheit/vorsorge/immunsystem-staerken.html (20.06.2018).
3 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Wasser. URL: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/wasser/ (20.06.2018).