Grippe – eine Behandlung ist immer nötig


Von den Symptomen her ähnelt die Grippe der Erkältung. Dennoch sollte sie nicht mit ihr verwechselt werden. Denn für die Grippe typische Symptome wie etwa hohes Fieber (ab 39, 1 Grad Celsius1), Hals- und Gliederschmerzen, Husten oder Kopfschmerzen sind wesentlich stärker ausgeprägt als bei einer Erkältung.

Aha!

Die Grippesaison ist zwischen Dezember und April. Nehmen Sie während dieser Zeit Krankheitszeichen, die von einer Grippe abstammen könnten, besonders ernst.

Doch nicht nur aufgrund ihrer Symptome, die den Körper eines Betroffenen schwächen, gehört eine Grippe in ärztliche Behandlung. Bei jedem Betroffenen besteht die Gefahr, dass eine Influenza Komplikationen nach sich zieht. Zu diesen gehören beispielsweise

  • eine Lungenentzündung,
  • Nebenhöhlenentzündung,
  • Bronchitis (Entzündung der verästelten Atemwege) oder
  • Mittelohrentzündung.

Durch die krankheitsbedingte Schwächung des Organismus haben entzündungsauslösende Bakterien, die Erkrankte in die Umwelt abgeben, ein leichteres Spiel.

Doch was können Ärzte und Betroffene bei Grippe alles tun? Zum einen hat sich der Einsatz von Medikamenten bewährt. Zum anderen sind auch Hausmittel ein weiteres Mittel gegen die Grippe.

Risikopatienten: Die Grippe erzwingt hier die ärztliche Behandlung

Besonders anfällig für sogenannte Sekundärinfektionen – Folgeinfektion mit einem zweiten Erreger – sind Risikopatienten. Zu diesen zählen unter anderem Personen, die

  • an chronischen Krankheiten (zum Beispiel Diabetes) leiden,
  • ein hohes Lebensalter haben oder
  • Kinder sind.

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, haben meist auch ein schwächeres Immunsystem. Generell gilt für alle Patienten mit geringeren körperlichen Abwehrkräften, dass sie eine Influenza schnellstmöglich und mithilfe eines Arztes behandeln lassen sollten. Die zügige Gabe von Medikamenten, die bei Grippe zum Einsatz kommen, minimiert mitunter das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs.

Diese Medikamente kommen bei der Grippe Behandlung zum Einsatz


„Was hilft bei Grippe?“ ist vermutlich die erste Frage, die einem durch den Kopf schießt, wenn es zu einer Erkrankung kommt. Der Gang in eine Praxis ist dann das Empfehlenswerteste, was Sie bei einer Grippe tun können. Denn ein Mediziner erkennt anhand Ihrer Symptome schnell, ob Sie an einer Influenza leiden. Nach Stellung der Diagnose raten die meisten Ärzte Ihnen zu Medikamenten. Doch welche genau eignen sich bei einer Grippe?

Bewährte Mittel gegen Grippe sind sogenannte Neuraminidasehemmer. Besonders ratsam ist die Anwendung dieser Grippe-Medikamente bei Risikopatienten.

Wissenswert

Verschreibungspflichtige Neuraminidasehemmer haben nur dann einen Effekt, wenn sie innerhalb von 48 Stunden nach dem Erscheinen der ersten Grippesymptome eingesetzt werden.2 Dies ist ein weiterer Grund dafür, weshalb bei einer Influenza der Gang zum Arzt schnellstmöglich erfolgen sollte.

Grippe-Medikamente wie Neuraminidasehemmer reduzieren im Organismus eines Erkrankten die Freisetzung von neu gebildeten Grippeviren. Genau genommen wird durch den Einsatz dieser Mittel ein viruseigener Stoff – die Neuraminidase – gehemmt. Ohne diesen Oberflächenstoff ist es den Viren nicht möglich, in andere Körperzellen einzudringen. Konkret hat eine Behandlung der Grippe mit Neuraminidasehemmern – bei rechtzeitiger Anwendung – mitunter diese positiven Auswirkungen:

  • Linderung der Krankheitszeichen wie Gliederschmerzen, Fieber oder Husten
  • Verkürzung der Grippedauer um bis zu drei Tage2
  • Eindämmung des Risikos für Folgekomplikationen wie Lungenentzündungen

Zur Behandlung einer Grippe können neben Neuraminidasehemmern noch weitere Medikamente zum Einsatz kommen. Dazu zählen unter anderem Mittel gegen Grippe, die die folgenden Wirkstoffe enthalten:

  • Paracetamol
  • Acetylsalicylsäure

Diese Substanzen wirken vor allem gegen Schmerzen (Gliederschmerzen, Kopfweh und Co.) sowie Fieber. Mit anderen Worten also gegen die Krankheitszeichen und nicht gegen das Grippevirus an sich.

Sind Antibiotika bei einer Grippe geeignete Medikamente?

Medikamente wie Antibiotika gehen nur gegen Bakterien vor. Die Grippe wird jedoch von Viren ausgelöst. Bei der Behandlung einer Grippe sind Antibiotika manchmal dennoch empfehlenswert. Und zwar dann, wenn ein Arzt vermutet, dass sein Patient wahrscheinlich an einer Folgeinfektion wie einer bakteriell bedingten Lungenentzündung erkranken wird. In so einem Fall kann eine vorbeugende Gabe von verschreibungspflichtigen Antibiotika durchaus sinnvoll sein.

Grippe mit bewährten Hausmitteln behandeln


Sie sind erkrankt und möchten wissen, was Sie neben der Einnahme von Medikamenten noch bei Grippe tun können? Eine mögliche Antwort auf diese Frage sind Hausmittel. Zu den bewährten zählen die folgenden Mittel gegen Grippe:

  • Viel Trinken: Gerade aufgrund des typischen Fiebers, bei einer Influenza, sollten Sie darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Der Körper verliert durch die Erhöhung der Körpertemperatur viel Wasser. Es ist daher wichtig, mindestens die täglich empfohlene Trinkmenge von 1,5 Litern zu sich zu nehmen. Besser wäre es sogar, noch etwas mehr zu trinken.3
  • Kräfte schonen: Eine Grippeinfektion ist für Ihren Organismus extrem anstrengend. Viel Energie wird nun dafür aufgewandt, die auslösenden Viren zu bekämpfen. Eines der bewährtesten Hausmittel gegen Grippe ist daher Erholung in Form von viel Bettruhe und Schlaf. Nur so können Kräfte geschont und leere Energiereserven wieder aufgefüllt werden.

Die genannten Hausmittel gegen Grippe zählen im Übrigen zu denen, die die meisten Ärzte ihren Patienten empfehlen.

Fazit: Es gibt Vieles, was gegen Grippe hilft. Das Entscheidende ist, dass eine schnelle Behandlung erfolgt. Denn je früher mit der Therapie begonnen wird, desto eher lässt sich die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf reduzieren.

Das könnte Sie auch interessieren:
Regina Lopes Bombinho Brandt Aufgrund ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin kennt Regina Brandt Krankenhäuser auch hinter den Kulissen. Durch ihr Studium der Sprach- und Kommunikationswissenschaften vermischen sich bei kanyo® ihre Kenntnisse in Sachen Online-Redaktion, Medizin und Kommunikation. Regina Lopes Bombinho Brandt Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren
Quellen anzeigen